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Fasten im Ayurveda: Sanfte Entlastung für Körper und Geist
Unser Ayurveda-Fachberater Sankar Kadambat erklärt, was Fasten im Ayurveda bedeutet, wer besonders davon profitiert – und warum dabei das richtige Maß und ein starkes Agni entscheidend sind.
Im Ayurveda wird Fasten als Langhana bezeichnet und zählt zu den gewichtsreduzierenden Therapiemaßnahmen. Es wird vor allem bei Fülle-Syndromen wie Übergewicht, Wasser- und Schleimansammlungen sowie bei Verdauungs- und Stoffwechselstörungen eingesetzt.
Wer profitiert vom Fasten?
Vor allem Menschen mit einer Kapha-Konstitution und Agni-Mangel können von Fasten profitieren. Bei hohem Vata rät der Ayurveda jedoch von extremen Reduktionsmaßnahmen ab, da diese zu körperlicher und geistiger Schwächung führen können.
Das Prinzip von Agni (Verdauungsfeuer):
Agni ist das Verdauungsfeuer, das Nahrung in Energie umwandelt. Unsere Nahrung ist wie Brennholz für das Feuer – je kleiner und trockener das Holz, desto stärker die Flamme. Ist das Holz groß und feucht, wird die Flamme schwächer. Wenn das Holz verbrannt ist und nicht nachgelegt wird, erlischt das Feuer.
Warum ist extremes Fasten problematisch?
Langes Null-Fasten schwächt das Agni und steht im Widerspruch zu ayurvedischen Richtlinien. Kurzzeitfasten (1-3 Tage) mit heißem Wasser und Ingwertee kann jedoch helfen, Ama (Verdauungsrückstände) abzubauen und das Agni zu stärken.